Was sind REITS?

REITS sind börsennotierte Kapitalgesellschaften die hauptsächlich in Immobilien investieren. Diese Aktien sind mit Immobilienfonds vergleichbar, aber haben dennoch große Unterschiede.

Das Prinzip ist folgendes: Die REITS Kapitalgesellschaft sammelt das Geld der Aktionäre ein und investiert es anschließend in Immobilien.

REITS - Laura Strohfeldt Finanzblog

Die Anleger kaufen Aktien von einer Kapitalgesellschaft (Nummer 1). Dieses Geld wird von der AG gesammelt und anschließend in Immobilien investiert (Nummer 2,3). Durch die Immobilien bekommt die AG monatlich Mieteinnahmen (Nummer 4). Diese werden zuerst genommen, um die Kosten zu decken und der Rest ist der Gewinn (Nummer 5). Der Gewinn wird dann zu mindestens 90%, in Form von Dividenden, an die Aktionäre ausgeschüttet.

Dieses System wurde 1960 in der USA entwickelt, damit auch Sparer mit wenig Geld in Immobilien investieren können. Denn wie viele Leute haben so viel Geld auf der Hohen Kante liegen, dass Sie sich gleich alleine eine ganze Immobilie kaufen können? Selbst an einen so hohen Kredit kommt man nicht so einfach dran.

Vorteile von REITS

Die Gewinne, die die REITS AG durch den Erwerb, die Vermietung, die Verpachtung und die Veräußerung von Immobilien macht, müssen nicht versteuert werden. Steuern müssen erst bei der Dividendenausschüttung gezahlt werden.

Desweiteren muss die Ausschüttung der Gewinne an die Aktionäre immer 90% betragen. Das ist dann natürlich sehr für Leute attraktiv, die eine Dividendenstrategie verfolgen.

REITS dürfen sich nur mit 55% ihres Marktkapitals verschulden. Dies sorgt für ein bisschen mehr Sicherheit für die Anleger.

Wohnimmobilien findet man bei REITS eher selten. Der Hauptschwerpunkt sind zum Beispiel große Bürogebäude und Hallen.

REITS sind zudem sehr Transparent und reguliert im Vergleich zu Immobilienfonds. Sympathischer sind sie dadurch auf jeden Fall.

Investieren kann man schon mit sehr kleinen Summen. Deutsche REITS kosten im Schnitt 5€ – 15€. Es sollte also wirklich jedem möglich sein in Immobilien zu investieren.

Es ist also eine sehr attraktive Assetklasse. Zu Beginn investiere ich liebe in solche Aktien, da man absolut keinen Aufwand hat, man nicht nur in eine Immobilie investiert (bei mehreren Immobilien ist das Risko auf Verluste geringer), die Immobilienpreise stetig steigen und da man einen sehr guten Gegenwert hat.

Nachteile

Aktien können starke Kursschwanken erleiden, so natürlich auch REITS. Die Frage ist nun, ob das wirklich ein Nachteil ist. Denn so hat man auch die Chance die Aktien zu kaufen, wenn sie unterbewertet ist. Als einen schlimmen Nachteil, würde ich dies also nicht bezeichnen.

Ein wirklicher Nachteil ist dagegen die Verfügbarkeit. Gerade in Deutschland gibt es derzeit nur 3 verschiedene REITS (Stand: August 2017).

Eine passende Formel

Es gibt eine sehr einfache Formel um den Unternehmenswert für REITS zu errechnet. Ich benutze sehr gerne das Dividendendiskontierungsmodell auch Gordon-Growth-Modell genannt.

REITS - Laura Strohfeldt Finanzblog

U = Unternehmenswert        r = Renditeforderung

d = Dividende                         g = ewige Wachstumsrate

Diese Formel nutze ich allerdings nur zum groben einschätzen einer Aktie. So kann man schnell viele Unternehmen als interessant oder eben uninteressant abstempeln. Man sollte aber noch viele weitere Berechnungen und Recherchen durchführen.

Fazit

Ich persönlich bin von REITS sehr überzeugt. Leider bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich in deutsche oder ausländische Aktien investieren sollte. Deshalb würde ich mich sehr über Eure Meinungen zu diesem Thema freuen.

 

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